Burnout-Syndrom

Mit Burnout ist ein chronischer Erschöpfungszustand gemeint, dessen starkes Krankheitsgefühl die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigt. Der amerikanische Psychoanalytiker H. Freudenberger beschrieb das Phänomen bei besonders engagierten, hoch motivierten, aufopferungsvollen und pflichtbewussten Menschen.

Besonders Menschen zwischen dem dreißigsten und fünfzigsten Lebensjahr leiden unter dem Stress der dauernden Unvereinbarkeit von extrem hohen Anforderungen im Berufsleben, Familiengründung und Kinderbetreuung, dem Häusle-Bau und immer weniger Zeit für Ruhe, Entspannung und dem Nachspüren des Lebenssinns.

Heute sind langanhaltende Überforderung der eigenen Kräfte, Stress in Verbindung mit Angstsymptome als Hauptursachenzusammenhänge von Burnout identifiziert. Der Zustand kann in totaler emotionaler Erschöpfung, Konzentrationsunfähigkeit, Angst- und Paniksymptomen mit Arbeitsunfähigkeit und langfristiger Krankschreibung enden.

Die Verlaufsform vom Burnout-Syndrom kann in vier Phasen gegliedert werden:

  1. In der ersten Phase zeigen sich erste Erschöpfungsmerkmale und Unzufriedenheit als beginnende Warnsignale
  2. In der zweiten Phase beginnen sich persönliche Motivation aufzulösen und Selbstzweifel zu zeigen
  3. In der dritten Phase kann sich Gleichgültigkeit gegenüber Arbeit und anderen Menschen einstellen
  4. Die vierte Phase ist von Depression und Verzweiflung gekennzeichnet

Entsprechend der eigenen individuellen Ausprägung erlebt nicht jeder die Burnout-Symptome aller Phasen. Auch wenn viele über Jahre in einer frühen Phase von Burnout „hängen“ bleiben, ist dennoch die Lebensfreude erheblich eingeschränkt. Sie sind im Teufelskreislauf von Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen und Leistungseinbrüche gefangen.

Coaching, therapeutische Gespräche, Klärung der Ursachenzusammenhänge helfen diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Hier werden besonders die persönlichen Faktoren beleuchtet, die die Entwicklung eines Burnouts beeinflussen:

  • Mangelnde Entspannung
  • Fehlende Möglichkeit der persönlichen Stressbewältigung
  • Perfektionismus
  • Helfersyndrom
  • Ehrgeiz
  • Fehlende Fähigkeit, Nein sagen zu können

Von Burnout Betroffene kommen weniger als andere mit dem Leistungs- und Termindruck zurecht. Sie reagieren darauf mit erhöhter Stresshormon-Freisetzung, das zusätzlich das Gefühl, von anderen gestresst und fremdbestimmt zu sein, steigert.

Hier helfen Coaching und Therapie bei der Bewusstseinsarbeit keine Marionette zu sein, die von andere geführt wird. Betroffene lernen im therapeutischen Gespräch, selbst ihrer Situation zu ändern, fürsorglich für sich selbst zu werden, ihre eigenen Grenzen zu kennen und mit einem gelernten „Nein“ auch gegenüber anderen zu vertreten.

Damit erhalten Sie ein positives Lebensgefühl, langfristige Arbeitsfähigkeit und das Gefühl der Sinnhaftigkeit im Leben zurück.